Nähen durch die Jahrzehnte - Die 1920er, S.4

Zur Dokumentation von laufenden Projekten. Zeigt her in Wort und Bild, was ihr gerade näht oder bastelt.

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Sisu
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Die 1920er, S.4

Beitragvon Sisu » 30. Aug 2026, 13:04

Die die bauschige Optik, die Kniebünde, die Knöpfe und die japanischen Stoffdetails an den Taschen gefallen mir! Die gesamte Optik überzeugt mich leider nicht so. Rote Hosen sind per se schon ein Statement! Ich bin immer wieder überrascht, wie mutig du dich in neue Projekte stürzt und was dabei herauskommt. Schade, dass es diesmal - aus meiner Sicht! - nicht alltagstauglich ist.
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chaotic
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Die 1920er, S.4

Beitragvon chaotic » 30. Aug 2026, 13:47

Coole Hose! Ich kann deine Bedenken komplett verstehen, was diese Hose im Alltag angeht.

Lustigerweise habe ich bei deinen Überlegungen, wie du die Hose kombinieren könntest mir gedacht "längeres Oberteil drüber ziehen" und dann weiter gescrollt und das Bild mit der roten Jacke gesehen.
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Die 1920er, S.4

Beitragvon Vivec » 30. Aug 2026, 16:37

Kann es sein dass du ein Hohlkreuz hast und dein Oberkörper für die Hose zu lang? Bei mir machen Hosen hinten über dem Po gerne ähnliche Falten und da muss ich sie anprobieren bevor sie Taschen oder einen Bund bekommen. Aber weite Schnitte die "irgendwie locker" fallen sollen sind auch mein Feind, dazu weiß man bei historischen Schnitten nie so ganz woran die Augen der damaligen Bevölkerung gewöhnt war.

Mit einem schwarzen Blazer/Anzugucken fände ich die Hose auch gut kombinierbar.

P.S. Meine Erfahrung mit Cord/Cordsamt besagt dass diese Fusseln davon ca 3 Staubsaugdurchgänge brauchen und sich zwischen diesen wieder vermehren zu scheinen :mrgreen:

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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Die 1920er, S.4

Beitragvon Alice* » 1. Sep 2026, 19:28

Ich find sie auch irgendwie cool (ich hatte auch mal irgendwo eine schwarze Cord-Kniebundhose unter meinen ersten Nähversuchen :lol: ).

Und mit der Jacke ists einfach grandios. Kann mir vorstellen, dass du da alle Blicke in deiner Stadt auf dich ziehst! 8-)
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Die 1920er, S.4

Beitragvon Zetesa » 2. Sep 2026, 15:47

Hach ja, die Windelmehrweite von historischen Schnitten. *zu meiner Barockhose mit 1Meter Mehrweite im Hinterteil schiel
Ich vermute, beim Original war es ok, weil die Hose für unter dem aufgeknöpften Rock gedacht war, da hätte man den weniger schmeichelhaften Bereich nicht gesehen.

Von vorne finde ich sie ziemlich cool und die Details aus dem Handtuch mal wieder typisch Contanze schick.
Also noch eine Stimme für etwas langes dazu kombinieren.
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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Die 1920er, S.4

Beitragvon BeRúThiel » 7. Sep 2026, 15:55

Also ich würde die nehmen, bevor du sie wegschmeißen musst :angel:

Als Statement piece ist die Imho gut tragbar, aber ich verstehe das Problem schon (hab aber auch schon deutlich unvorteilhaftere Kniebundhosen gesehen. Und getragen)

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Re: Nähen durch die Jahrzehnte - Die 1920er, S.4

Beitragvon Constanze » 11. Sep 2026, 21:29

Vielen lieben Dank für all euer Feedback. Ich bin weiterhin etwa so hin- und hergerissen wie die Meinungen hier, aber die positiven Rückmeldungen geben mir Zuversicht, dass sie doch nicht ganz untragbar ist. Und je öfter ich die Fotos ansehe, desto tragbarer finde ich sie von vorne. Ich muss mir mal umfassende Gedanken für passende Oberteile machen, die Scotty-Dog-Jacke wäre mir für die Öffentlichkeit vielleicht doch etwas zu viel. :lol: Was ich immerhin inzwischen realisiert habe: die Falte bildet sich nicht mega schnell und automatisch, wenn man also ab und an die Rückseite runterzuppelt, sitzt sie ganz ok.
Morathi hat geschrieben:
30. Aug 2026, 13:03
Mein erster Gedanke war auch, diese Falte direkt unter dem Bund mit einer längeren Jacke zu verstecken (Frack! 8-) ). Mit einem engen Oberteil und offener Jacke stell ich mir das schon ziemlich schick vor. Ich mag auch die Farbe. Aber tut mir leid, mit dieser Jacke flammt in meinem Kopf doch wieder das verlinkte Renoir-Bild auf :angel: :kicher:
Vielleicht war das Renoir-Bild ein Fehler, ich bekomme es auch nicht mehr aus dem Kopf. :mrgreen:. Ich habe es noch mit einem normalen schwarzen Blazer probiert, da war ich mir nicht so sicher, ich werde noch ein wenig rumprobieren, was alternativ an längeren Oberteilen da ist.
Sisu hat geschrieben: Die die bauschige Optik, die Kniebünde, die Knöpfe und die japanischen Stoffdetails an den Taschen gefallen mir! Die gesamte Optik überzeugt mich leider nicht so. Rote Hosen sind per se schon ein Statement! Ich bin immer wieder überrascht, wie mutig du dich in neue Projekte stürzt und was dabei herauskommt. Schade, dass es diesmal - aus meiner Sicht! - nicht alltagstauglich ist.
Danke für das schöne Feedback. Nähen ist für mich selten Produktion, sondern meistens steht das Ausprobieren und der Prozess im Zentrum. Daher habe ich auch kein Problem, wenn Sachen dann weiter in den 2nd Hand-Laden wandern. Funktioniert natürlich nur, solange es keine teuren oder heissgeliebten Stoffe oder doch für mich wichtige Projekte sind, dann bin ich eher vorsichtig.

Das, was du ansprichst, ist in etwa das, was ich in meinem Kommentar in deinem WiP ausdrücken wollte, ich habe Mühe mit schlicht, geradeaus, eindimensional. Nein, es muss ein historischer Windelschnitt sein, der zu einer sowieso schon extrovertierten Hosenform wird und das ganze dann noch in Statementfarbe, was soll da schon schiefgehen. :roll: Der Schnitt in dunkelgrauem Wolltweed wäre weniger als halb so wild. :shrug:
Vivec hat geschrieben: Kann es sein dass du ein Hohlkreuz hast und dein Oberkörper für die Hose zu lang?
[…]
P.S. Meine Erfahrung mit Cord/Cordsamt besagt dass diese Fusseln davon ca 3 Staubsaugdurchgänge brauchen und sich zwischen diesen wieder vermehren zu scheinen :mrgreen:
Was, ich ein Hohlkreuz, wie kommst du denn da drauf? :lol: Ja, massiv, allerdings hat es bei mir auch viel mit Haltung zu tun, wenn ich gerade stehe, wirke ich deutlich weniger entig, wie auf den Jackenfotos. :angel:
Ein wenig Höhe habe ich ja schon heraus genommen, für mehr hätte ich den ganzen Bund noch einmal abtrennen müssen, dafür war ich zu faul. :oops: Aber wie oben schon geschrieben, bei Projekten ist bei mir meist der Weg das Ziel, bei historischen Schnitten ganz besonders. Deshalb passe ich die in einem ersten Schritt normalerweise nicht an, weil ich verstehen will, wie sie aussehen sollten. Würde ich die Hose noch einmal nähen, würde ich an der Höhe hinten sicher etwas ändern.

Mühsamer als die Fussel in der Wohnung finde ich sie auf Kleidung, insbesondere auf Stücken, die ich seltener trage. Da kommen dann noch Monate später wieder Fussel zum Vorschein. :äh:
Zetesa hat geschrieben: Hach ja, die Windelmehrweite von historischen Schnitten. *zu meiner Barockhose mit 1Meter Mehrweite im Hinterteil schiel
Ich vermute, beim Original war es ok, weil die Hose für unter dem aufgeknöpften Rock gedacht war, da hätte man den weniger schmeichelhaften Bereich nicht gesehen.
Auf meiner Ausprobieren-Will-Liste steht noch diese Hose aus dem 16. Jahrhundert aus dem Bayerischen Armeemuseum, über den Link kommt man auf den kostenlosen Ausstellungskatalog mit Schnittschema von ihr – ein Viertelteller pro Bein, dessen Aussenradius (!) am Bund eingereiht wird. Wenn das nicht nach Windel aussieht, weiss ich auch nicht. :lol:
Wer also näht, der weiß auch, wie man trennt.
Elizabeth Barrett-Browning

Der Mangel an "ß"s in meinen Posts ist auf die Schweizer Rechtschreibung sowie Tastaturbelegung zurückzuführen.


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