Ich habe Architektur studiert, bin also mehr oder weniger geübt im Modellbau, allerdings in langweilig, quadratisch, praktisch, gut(?).
Das ist das einzige, das ich aufgehoben habe, ist ein Einsatz mit dem zu beplanenden Grundstück für ein viel größeres Gemeinschaftmodell - der Krake ist eine spätere Addition, auch wenn das Grundtsück in Triest am Meer liegt, er also gepasst hätte ^^

Beim Durchgucken der alten Bilder werde ich ganz nostalgisch. Ein Detailbild meines Diplommodells, was so riesig war, dass nicht daran zu denken war es nach Hause zu transportieren, es ist also direkt nach der Präsentation in den Container gewandert

Im Beruf habe ich exakt ein einziges (städtebauliches) Modell gebaut, ich vermisse das also zunehmend in den letzten 14 Jahren seit meines Studiums.
Uuuund jetzt muss ich mich nicht mehr an die gähnend langweilige "zeitgemäße" Optik halten
Denn mein Traumhaus ist natürlich ein schönes altmodisches, verwinkeltes Hexenhaus, was sonst!
Hier mein Board mit Inspirationsbildern: Pinterest-Link
Ich habe "weniger KI" aktiviert (Wieso weniger? KEINE bitte!), bin mir aber trotzdem nicht sicher, ob meine Haupt-Inspiration nicht trotzdem KI ist, aber naja - das ist de Zeit, in der wir leben
Anders als im Architektur-Modellbau, wo das Haupt- und weitestgehend einzige Material, verschiedene Arten von Pappe, sichtbar bleibt, man also super sauber und mit viel Vorausplanung bauen muss, will ich diesmal den realistischen, gealterten Look, ich kann also völlig ohne Plan mit Resten einfach drauf los schnibbeln und kleben und hinterher alle meine Fehler großzügig mit Farbe verstecken
Mit der Art von Modellbau habe ich keine Erfahrung, aber habe alle Videos von Nerdforge und Rachel Maksy geguckt, ich bin also fast so gut darin ausgebildet wie in Architektur
(Das ist nur ein halber Witz. Denn obwohl man im Studium für jeden Entwurf meherere Modelle in verschiedenen Maßtäben bauen muss und die nicht unwesentlich die Gesamtnote beeinflußen, gab es keine einzige Lehreinheit dazu, sondern man musste ältere Mitstudenten und die hilfreichen Herren vom Architekturbedarf-Laden um Tipps anbetteln)
Mit meinem Grundgerüst aus Wellpappe (ein großer Amazon-Karton, den ich aus dem Müll gezogen habe) bin ich inzwischen so weit:

Abweichend von der Vorlage bekommt mein Haus Hörner - weil ich die schon gebastelt habe. Die steckten in einem großen Headpiece, aber das passende Kleid habe ich inzwischen verkauft und das Headpiece auseinander genommen.

Außerdem habe ich beim Morgenspaziergang schon mal passend aussehendes Gestrüpp gesammelt - das nutzt man auch in der Architektur für Bäume, diese Formen kann die Natur selbst am besten (für teuer Geld im Fachhandel zu kaufen, Konsumopfer, die wir sind...) Ich hätte gerne noch einen schönen, knorrigen Baum direkt neben (/im?) Haus, mal sehen, was ich da noch an Totholz sammeln kann.

Jetzt beginnt der richtige Spaß mit Vorsprüngen, Erkern, Fenstern, Gauben, etc. pp.
Die ursprüngliche Vision war einfach ein cooles Deko-Objek völlig ohne Realitätsbezug, aber wie zu erwarten war, kann ich den professionellen Fokus meiner Murmel nicht abstellen und nun wird es doch eine maßstabsgerechte Darstellung eines mehr oder weniger realistischen Hauses (Prüf-Statiker*in, guck mal da hinten, ein Eichhörnchen! *hust*), ich sehe mich schon in Hexenkluft darin herum laufen und habe parallel Grundriss und Schnitt detailiert im Kopf, vll. illustriere ich die auch noch
Kreischwurst hat ja hier in der Vergangenheit auch schon einige ihrer coolen Arbeiten aus dem, was Kleingeister als Abfall bezeichnen, gezeigt. Deshalb dachte ich mir, ich teile mein keatives Chaos und die ein oder andere ist vll. inspiriert für eine eigene Herbstbastelei im Diorama/Puppenhaus/Modell-Bereich. Ob als Booknook, 3D-Kunst für die Wand, Deko-Leuchte, Spielzeug für Kinder von 0-99, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.
Zum Abschluss noch zwei weitere Inspirations-Projekte:
Ich bin ein Youtube-Link von Nerdforge
Ich bin ein YT-Link von Ariel Bisset
Na, bastelt wer mit?
Teilt gerne eigene oder fremde ähnliche Projekte!

