#FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Power (Verena Güntner)

Zur Dokumentation von laufenden Projekten. Zeigt her in Wort und Bild, was ihr gerade näht oder bastelt.

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: Die Menschheit hat den Verstand verloren (Astrid Lindgren)

Beitrag von aprilnärrin »

EsmeWetterwachs hat geschrieben:
29. Mär 2020, 15:16
Warum ist dein Strickrahmen eigentlich so schön?
So in etwa habe ich auch reagiert, als ich so einen das erste Mal auf dem Burgtreffen bei Ghastly Bespoke gesehen habe. Sie sehen allerdings schöner aus, als sie vom Material her sind :kicher:
Tatsächlich ist es ein Plastikring, über den ein Gummiring in Holzoptik gezogen wird, um den Stoff zu fixieren. Ich finde es auch wahnsinnig hübsch. Man kann sogar auch sehr gut mit arbeiten. Ich finde der hält den Stoff nicht schlechter oder besser (vielleicht eher sogar besser) als ein Holzrahmen fest.
Man findet sie eigentlich recht gut im Netz, entweder als Einzelstück oder als Paket mit verschiedenen Größen. Ich weiß nicht mehr genau, woher ich meine habe, ob von amazon, ebay oder irgendeinem Handarbeitskramanbieter. Man kann nach Stickrahmen suchen und kommt über die Bildersuche schnell auf welche, ggf. noch mit "holzoptik" ergänzen.

Noctua hat geschrieben: Ich verstehe das vollkommen, dass du eine Menge anderes zu lesen hast - mir geht es mit Buchempfehlungen auch immer wieder so. Aber auch ich möchte dir besagten Briefwechsel ganz entschieden ans Herz legen. :yes:
Dann soll der Briefwechsel jetzt auf die Leseliste mit höchster Dringlichkeit kommen. :D
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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: du, alice. eine anrufung (simone scharbert)

Beitrag von aprilnärrin »

Ich habe mich durch Simone Scharbert gelesen und gestickt.

Bild

Zur Stickerei:
Umschlungener Vorstich: für gerade oder gekrümmte Konturen, zweifarbig
Farbe: Rosa 224, Altrosa 3726




du, alice. eine anrufung von Simone Scharbert

Bild

Eine Anrufung. Ein Brief, eine Auseinandersetzung, ein Eintauchen in jemand anderen, ein Spiegeln. “du, alice” ist mitreissend, es reisst einen aus dem eigenen Moment und wirft einen hinein in ein fremdes Leben.

Simone Scharbert hat mit ihrem Debüt (1) einen Text über eine Frau vorgelegt, die aufgrund ihres Frauseins nicht die Bildung erhalten hat, nach der es sie hingezogen hat. Alice James wurde 1848 in New York City geboren und verstarb 1892 in London. (2) Während ihren Brüdern alle Möglichkeiten offen stehen, tun sie das für sie nicht gleichermaßen. Und ihr Kampf um geistige Bildung scheint in Simone Scharberts Anrufung auf. Aber auch die Krankheit von Alice James, die zusätzlich ihren Alltag und ihr ganzes Leben bestimmt.

Durch die Augen der Erzählerin erfahren wir ein (mögliches) Gefühlsleben der angerufenen Alice. Und dieses Gefühlsleben ist zutiefst melancholisch. Und es ist fast unaushaltbar mit Hilflosigkeit verbunden. Aber trotz ihrer ungeklärten Krankheit, die Alice phasenweise schwächt, die sie lähmt und zum Objekt macht, bäumt sie sich auch auf – in den guten Momenten, den guten Phasen. Hier gewinnt sie eine Stärke, die sie über ihre Epoche hinaus wachsen lässt. Alice wird Teil der Frauenbewegung und sucht ihre Unabhängigkeit wo immer es möglich ist.

Man versinkt in der Anrufung an Alice. Es ist wie ein Gespräch, bei dem man selbst als Leser*in zwischen der Anrufenden und der Angerufenen steht. Man fühlt sich angesprochen, angesehen, aber der Blick der Erzählerin schrammt knapp an einem vorbei. Und das vereinnahmt einen für diesen Text auf so großartige Weise. Und auch für die Person Alice James. Einerseits hat man das Gefühl in diesen Menschen tief hineinzublicken und mit ihr zu leiden; andererseits weiß man nicht genug. Es entsteht der Wunsch mehr zu wissen, mehr zu verifizieren, mehr selbst zu erfahren.

Und man kann. Alice James hat nicht nur selbst ein Tagebuch geschrieben, das nach ihrem Tod veröffentlicht wurde. Auch Briefe sind erhalten geblieben und publiziert worden. Ausserdem wurde Alice James nicht zum ersten Mal zum Ausgangspunkt einer Fiktion. Bereits Susan Sontag hat mit ihrem Stück Alice in Bed auf Alice James Bezug genommen. Alle, die nach der Lektüre von du, alice mehr wissen möchten, weiter in dieses Leben eintauchen möchten, werden überall dort fündig. Ich für meinen Teil habe die Spuren schon aufgenommen, ich werde ihnen nachgehen und bin gespannt, wohin sie mich führen.

-----------
(1) Eine Dozentin von mir hat einmal darauf hingewiesen, dass die Kategorie des Debüts problematisch ist und man diese Information daher unterschlagen sollte. Und zwar deswegen, weil ein Debüt nicht zwingend das erste Werk sein muss, es ist lediglich das zuerst publizierte. Ein interessanter Gedanke. Er führt schließlich dazu, dass das Debüt auch ein Mittel der Inszenierung ist. Und natürlich, was sollte es sonst sein. Das An-die-Öffentlichkeit-treten ist ein geplanter Akt, der von Strategien der Inszenierung begleitet wird. Warum dann nicht auch der Text selbst als Mittel der Wahl? Diese Sachen sind reflektierenswert, aber die Kategorie Debüt ist deswegen nicht wertlos, eigentlich umso spannender. Man muss sie nur einordnen.

(2) https://www.fembio.org/biographie.php/f ... 0.04.2020.


Bild
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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: du, alice. eine anrufung (simone scharbert)

Beitrag von EsmeWetterwachs »

Oh, das klingt super spannend. du, alice ist somit offiziell auf meiner Leseliste gelandet :)

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: du, alice. eine anrufung (simone scharbert)

Beitrag von aprilnärrin »

Ich stecke fest! ... Eigentlich dachte ich, dass ich vielleicht als nächstes Sibylle Berg einbauen wollen würde. Aber ehrlich gesagt habe ich dazu gerade wenig Lust. Sie hat sich zuletzt durch Äußerungen zu verschiedenen Themen nicht gerade beliebt gemacht und scheint Dinge extrem verkürzt darzustellen, was ich aktuell ganz besonders falsch finde. An eigens geschaffener Reichweite mangelt es ihr auch nicht, daher finde ich es vertretbar sie erstmal hinten an zu stellen. Ihren Roman habe ich auch gar nicht in diesem Jahr zu lesen begonnen und schon abgeschlossen gehabt, als das Projekt aufkam. Aktuell lese ich von ihr "Nerds retten die Welt", was aber vorwiegend eine Sammlung von Interviews ist, die sie mit anderen führt. Ich denke also, dass es aus verschiedenen Gründen gerade einfach nicht passt.

Wobei ich es tatsächlich schwierig finde, alle Autor*innen aus der persönlichen Liste zu werfen, die sich mal semi-optimal bis grenzwertig oder darüber hinaus äußern. Es würde doch einiges aus den Regalen fliegen. Aber die Diskussion der Trennung von Werk und Autor ist ja auch nicht neu und ich habe selbst noch nicht herausgefunden wo man sinnigerweise eine Grenze zieht. Kritisch finde ich auch , dass gefühlt Aussagen von Frauen noch deutlich häufiger kritisch hinterfragt werden, während grenzwertige oder übergriffige Aussagen von Männern oder sogar Verhaltensweisen bis in den strafrechtlich relevanten Bereich einfach hingenommen und als nicht zum Werk gehörig definiert werden. (Sah man ja zuletzt an gewissen Vorkommnissen rund um Filmverleihungen.) Preisverleihungen und Verehrung gehen ungerührt weiter. Es ist immer schwierig für sich selbst auszuloten wo die moralische Grenze verläuft. Und man muss sich dabei nicht nur gegen die eigenen Gewohnheiten, sondern auch die gesellschaftlichen wehren; manche Menschen (Männer!) sind einfach nicht kritisierbar, weil sie etabliert sind. Frauen hingenen sind weniger etabliert und daher, meiner Beobachtung nach, auch häufiger der (teils ungerechtfertigten) Kritik ausgesetzt. Gleichbehandlung nicht vorhanden.

Was mich wieder zu dem Hashtag #dichterdran bringt. Aber das nur am Rande.

Weiter im Dilemma: Wenn ich jetzt also (erstmal) nicht Sibylle Berg für dieses Projekt lese, was dann?

Tatsächlich lese ich (un)eigentlich einen Roman für dieses Projekt. Der Bauch des Ozeans von Fatou Diome. Warum mich das also nicht befriedigt: ... ich lese es zusammen mit Freundinnen in einem Lesekreis, den ich kürzlich angeleiert habe. Distant Reading. Zusammen lesen und sich wöchentlich über Jitsi treffen und reden. (Erstes Treffen steht noch aus.) Aber das wird sich über 6 Wochen hinziehen und jetzt schon anzufangen zu sticken, kommt mir auch komisch vor. Ich könnte vorher sicher noch ein anderes schmales Bändchen abschließen.

Aber welches?

Bild

Susan Sontag ist mit Alice in Bed auf die Liste gerutsch, weil ich du, alice von Simone Scharbert gelesen habe. Wäre also interresant anzuschließen.
Marlen Haushofer gebührt in diesem Jahr ein doppeltes Jubiläum (100jähriger Geburtstag und 50jähriger Todestag), das aber von ihrem hauptsächlichen Verleger nicht weiter beachtet wird, auch eine einst iniziierte Werkausgabe wird es nicht geben, weil zusätzliche Finanzierung nicht genehmigt wurde. Eigentlich ein guter Zeitpunkt Himmel, der nirgendwo endet zu lesen.
Aber die anderen klingen auch alle spannend und haben je ihre eigenen Reize. What not von Rose Macaulay klingt als dystopischer Entwurf, der Brave New World beeinflusst haben soll, auch nicht uninterassent.
Interessant sind sie ja eh alle, sonst lägen sie nicht hier. :D
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#FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: du, alice. eine anrufung (simone scharbert)

Beitrag von Miss Guided »

Ich habe inzwischen entdeckt, dass der Berliner Bibliotheks-Verbund nicht nur die onleihe anbietet, sonder auch Overdrive, d.h. auch fremdsprachige Bücher und vor allem mehr Auswahl, auch und gerade in der Kategorie Feminismus <3 Ich habe also angefangen, mir dein Bücherregal auf's Tablet zu laden ^^ Direkt ohne Warten auf ein freies Exemplar konnte ich 'Pixeltänzer' und 'Der Vogelgott' genießen.
Beides genau die richtige Lektüre für mich, der Thread hat mich also jetzt schon sehr bereichert, danke dafür!

Zu deinem schrecklichen Dilemma, welches gute Buch du als nächstes liest:
Ich persönlich würde ganz klar mit Alice weitermachen, einfach weil es doch schön ist, tiefer in ein interessantes Thema einzutauchen und mehr dazu zu lesen, bevor man gedanklich woanders hin wandern muss.
One Shade of Grey
A Feminist Fantasy


"No", she said.
And he respected her wish and pestered her no more.

The End.

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: What Not. A Prophetic Comedy (Rose Macaulay)

Beitrag von aprilnärrin »

Miss Guided hat geschrieben:
14. Apr 2020, 01:14
Ich habe also angefangen, mir dein Bücherregal auf's Tablet zu laden ^^ Direkt ohne Warten auf ein freies Exemplar konnte ich 'Pixeltänzer' und 'Der Vogelgott' genießen.
Beides genau die richtige Lektüre für mich, der Thread hat mich also jetzt schon sehr bereichert, danke dafür!
Oh wie toll, das freut mich :kicher:
Ach, der Vogelgott wäre auch fast in die nähere Auswahl gekommen, aber arg... so viele Bücher, so wenig Kapazität ^^


Ich habe mich heute früh aus dem Dilemma geschaukelt. Tatsächlich wäre, was Du schreibst, der beste Grund für Alice in Bed gewesen. Aber ich mag es auch ein bisschen so interessante Dinge zu strecken, wie als würde man sich eine besondere Süßigkeit sehr gut einteilen. Deswegen habe ich mich für ein anderes entschieden. Und auch, weil mein Hirn gerade ein bisschen danach gelechzt hat, weil es so zeitgeistig daherkommt und eines der zuletzt viel beschworenen Pandemiebücher sein kann. Überall tauchen Empfehlungen auf, was man ausgerechnet jetzt in selbsgewählter "Isolation" besonders mit Gewinn lesen kann. (Ich finde das je ein bisschen niedlich, ich lese immer mit Gewinn Bücher und allermeistens passen sie sehr gut in mein derzeitiges Leben, dann ich weiß ganz tief in mir, sonst würde ich es gerade nicht lesen.) Würde ich so eine Empfehlung aussprechen, wäre es vermutlich auch: What Not. A Prophetic Comedy von Rose Macaulay.

Warum könnte es ein gutes Krisenbegleitbuch sein? Der Roman entstand während des Ersten Weltkrieges. Er sollte ursprünglich 1918 voröffentlicht werden, erschien aber wegen notwendiger Anpassungen erst ein Jahr später. Dieses Buch wurde also vor gut 100 Jahren geschrieben. Es ist ein "Was wäre wenn"-Buch, ein Buch, das ausgehend von den verheerenden Folgen eines nicht näher bezeichneten "Great War" denkt, wie sich die Gesellschaft weiter entwickelt. Welche Maßnahmen sie zu einer erfolgreichen Gesellschaft machen kann und wie verhindert werden kann, dass eine solche neue bessere Gesellschaft die alten Fehler wiederhoft. Dabei ist zunächst die Frage offen: Sind es gute Maßnahmen? Sollte eine Gesellschaft so sein? Was gibt sie dafür auf? Denn wie es immer so ist, werden diese Maßnahmen verordnet, wird die Gesellschaft zur Einhaltung selbiger von einer mächtigen Instanz des Staates überwacht; hier dem Ministry of Brains. Dieses Ministerium klassifiziert u.a. die geistige Leistungsfähigkeit eines jeden Menschen und überwacht die Einhaltung der erlassenen Regularien: Es ist genau festgehalten welche Menschen eine Ehe eingehen dürfen, aus der Kinder entstehen, um nicht nur nicht bestraft, sondern gegebenenfalls auch gefördert zu werden. Strafe wird zumeist in Form von Steuern auferlegt. Je weniger förderlich das gezeugte Kind für die Gesamtgesellschaft ist, desto höher fallen die Steuern auf dieses Kind aus.

Auf dem Klappentext des Buches steht eine Aussage von Sarah LeFanu über diesen Roman: Sie sagt, dass Macaulay einen semi-satirischen Roman geschrieben habe, der von sozialer Kontrolle und dem Konflikt zwischen dem persönlichen Verlangen und dem Gemeinwohl handle. Was mehr gibt es gerade über unsere aktuelle Lage zu sagen? Es ist genau das. Wir erfahren Regulation und Einschränkung persönlicher Freiheit und ziehen für eine gesamtgesellschaftliche Verbesserung mit. Aber wo sind die Grenzen und wie gehen wir mit ihnen um? Ich denke es ist die richtige Zeit jetzt dieses Buch zu lesen, dieses Gedankenspiel mit all seiner Relelanz gerade jetzt nachzuvollziehen.

Ich bin bisher auf Seite 25 angelangt. Die ersten Seiten fielen mir tatsächlich sehr schwer. Macaulay hat einen wunderbaren Stil, aber nicht unbedingt den leichtesten, wenn man nicht ständig englische Texte konsumiert, finde ich. Schön verschachtelte, langatmige Sätze, die ins poetische ausufern können. Laut lesen macht unglaublich Spaß. Aber aufgrund des Vokabuars (100 Jahre) muss ich hier und da doch schon öfter mal den Übersetzer bedienen. Ich habe das Gefühl, dass vielleicht einige veraltete Begriffe dabei sind. Oder Macaulay hat sich einfach aus einem unglaublich umfangreichen Wortschatz bedient. Oder mein Englisch ist wirklich so kümmerlich. Aber wie gesagt, inswischen habe ich mich eigentlich ganz gut eingelesen. Bin guter Dinge das Allermeiste zu verstehen, auch wenn mir vielleicht einige Nuancen abhanden kommen.

Die Stickerei formt sich auch schon in meinem Kopf. Ich denke es läuft auf ein hübsches Rot hinaus, vermutlich eher etwas dunkler, als heller. Für die Schrift werde ich mich wieder nach etwas jugendstiligem umsehen.
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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: What Not. A Prophetic Comedy (Rose Macaulay)

Beitrag von aprilnärrin »

Ich komme gerade (kopftechnisch vor allem) nicht dazu den aktuellen Roman weiterzulesen. Daher habe ich mich heute einem anderen Teil dieses WIPs gewidmet: die entstandenen Texte einsprechen.

Ich präsentiere 2 Minuten 40 Sekunden über Pixeltänzer: *klick für mp3* (müsste im Browser automatisch losspielen oder Audio-Programm möchte sich öffnen.)

Bin schon ganz zufrieden. Aber ich werde noch ein bisschen an meiner Intonation arbeiten müssen. :lol: Naja, werde mich bestimmt dran gewöhnen mit der Zeit. Am Anfang ist man vielleicht noch etwas stelziger. Und atmen beim absichtlichen Schönsprechen ist auch was ganz anderes, als in der normalen Rede, irgendwie.

Habe es ja schon erwähnt, dass ich parallel an einem Blog arbeite, wo die Texte auftauchen werden. Da sollen dann auch die MP3s landen. Idealerweise mit einem integrierten Player. Aber bis es so weit ist, werde ich mich leider noch mit der Datenschutzklausel näher befassen müssen. Das ist alles leider nicht einfacher geworden, weil ich ja nicht nur beachten muss, was ich mit Besucherdaten mache (Spoiler: nichts!), sondern auch, was mein Webseitenhoster damit macht. *seufz*
Immerhin: Ich darf Buchcover selbst photographieren, ohne eine Urheberrechtsverletzung zu begehen, sofern das Bild dann in den Zusammenhang einer Rezension gesetzt wird. Müsste eigentlich auch für Zitate gelten, aber sooooo genau habe ich mich da noch nicht eingelesen. Ist ja keine wissenschaftliche Arbeit, sondern lediglich eine Rezension. In jedem Fall gibt es ausreichend Möglichkeiten sich als unbedarfter Buchblogger so richtig in die Nesseln zu setzen. Deswegen komme ich gerade noch nicht so voran.
Zuletzt geändert von aprilnärrin am 6. Mai 2020, 20:15, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: What Not. A Prophetic Comedy (Rose Macaulay)

Beitrag von ludi »

Ich setz mich mal dazu, leider bin ich noch nicht mit dem ganzen WIP durch, werde mich aber noch durchlesen.
Mir ist bei Literatur jedenfalls irgendwie auch noch nie so krass aufgefallen, dass ich eigentlich ausschliesslich Texte von Männern gelesen habe, mit Ausnahme meiner Kindheit und Jugend. :| Philosophische Texte sind leider fast immer von Männern, das ändert sich erst seit Mitte letzten Jahrhunderts und auch da sind Frauen welche als Relevant gelten immer noch krass fest in der Minderheit.

PS. Ich bekomme leider eine Fehlermeldung bei dem MP3 Link.
To die would be an awfully big adventure.

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: What Not. A Prophetic Comedy (Rose Macaulay)

Beitrag von aprilnärrin »

Willkommen hier, lass Dich gerne im WIP nieder (:


ludi hat geschrieben:
28. Apr 2020, 00:00
PS. Ich bekomme leider eine Fehlermeldung bei dem MP3 Link.
Ist korrigiert. Beim Kopieren hat Firefox offensichtlich das http etc. abgeschnitten. (Es ging gestern an meinem PC, keine Ahnung warum.) Jetzt müsste es bei allen klappen. (:

Danke für den Hinweis (:
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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: What Not. A Prophetic Comedy (Rose Macaulay)

Beitrag von Solanaceae »

Wow, ich bin begeistert! Du hast eine total schöne Stimme, die für sowas wie gemacht scheint! Da hört man total gerne zu! Betonung, Pausensetzung fand ich passend, (lediglich gegen Ende eine leicht raue/knarrende Stimme, das hört aber nur mein Logopädenohr;) ) und dein sprachlicher Ausdruck ist wunderbar! Ich wünschte ich könnte mich auch so ausdrücken, mir fällt das aber immer sehr schwer, ich glaube, ich habe gar nicht diesen Wortschatz... ich bin schon sehr gespannt auf deinen Blog!
Wie kamst du eigentlich auf die Idee, alles noch einzusprechen, was motiviert dich da? Finde die Idee toll!
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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: What Not. A Prophetic Comedy (Rose Macaulay)

Beitrag von aprilnärrin »

Oh, Dankeschön! Ich glaub, jetzt werd ich rot. :kicher:
Solanaceae hat geschrieben:
29. Apr 2020, 09:33
Wie kamst du eigentlich auf die Idee, alles noch einzusprechen, was motiviert dich da? Finde die Idee toll!
Das hat sich irgendwie so ergeben, wegen ganz anderer Dinge, quasi - es wurzelt aber darin, dass ich dem Gefährten und mir nahezu jeden Abend vorlese. Früher schonmal, dann lange nicht, inzwischen aber relativ konstant seit fast 1,5 Jahren. Letzten Oktober hat der Gefährte wieder eine Arbeitsstelle, zu der er mit dem Auto pendeln muss. Zu Weihnachten hat er von mir eingelesene Hörbücher geschenkt bekommen. Ich habe mir also ein Mikro bestellt und angefangen aufzunehmen. Es ist noch nicht sehr viel fertig, aber es geht langsam voran. Und es macht auch Spaß die Sachen einzusprechen und zu schneiden. Nach und nach lerne ich auch die Audios besser nachzubearbeiten. Und wo man das alles schonmal vor Ort hat... :D
Es macht einfach auch Spaß. (:
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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: What Not. A Prophetic Comedy (Rose Macaulay)

Beitrag von Noctua »

Wenn du einen Buchpodcast startest, höre ich mir den auch noch an. Du klingst einfach so sympathisch!
Ich nähe große Patchworkdecken aus kleinen Hexagonen von Hand. Your argument is invalid. 8-)

*innenAnsicht-Magazin: Feminismus für alle

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: What Not. A Prophetic Comedy (Rose Macaulay)

Beitrag von Zetesa »

Noctua hat geschrieben:
29. Apr 2020, 11:08
Wenn du einen Buchpodcast startest, höre ich mir den auch noch an. Du klingst einfach so sympathisch!
Dem schließe ich mich an. :)
Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind. Unsere tiefgreifendste Angst ist,
über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns Angst macht.
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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: What Not. A Prophetic Comedy (Rose Macaulay)

Beitrag von aprilnärrin »

Lieben Dank! (:

Podcast... naaaaja, also ich muss mich gerade aus beruflichen Gründen intensiver ins Podcasting einlesen. Ich plane aktuell nichts für mich selbst, aber wer weiß, wohin sich das alles entwickelt. Erstmal wissen anhäufen, Erfahrungen sammeln und dann schauen, was passiert. Ich schließe so etwas jedenfalls nicht völlig aus.

Allerdings ist und bleibt die nächste Hürde mich nochmal in die Datenschutzverordnung einzulesen... ich prokrastiniere es fleißig. :?
Grüße von der aprilnärrin

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Re: #FrauenLesen! -- Ein Stick- und Lese-WIP: What Not. A Prophetic Comedy (Rose Macaulay)

Beitrag von Solanaceae »

ups, sorry, dreifachpost :oops:
Zuletzt geändert von Solanaceae am 30. Apr 2020, 16:19, insgesamt 1-mal geändert.
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