[WIP] Eine dunkelbunte Wohlfühlgarderobe basteln

Zur Dokumentation von laufenden Projekten. Zeigt her in Wort und Bild, was ihr gerade näht oder bastelt.

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Dark Thoughts
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Re: [WIP] Eine dunkelbunte Wohlfühlgarderobe basteln

Beitragvon Dark Thoughts » 12. Apr 2021, 15:20

Sorry, dass ich noch mal wiederholen muss wie schön und stimmungsvoll deine Bilder sind. :mrgreen:
Die Details am Rock finde ich klasse, der könnte mir auch gefallen. Ansonsten finde ich es mega spannend deine Pläne weiterhin in der Umsetzung zu verfolgen.
Noctua hat geschrieben:
9. Jun 2021, 10:58
Du bist eine Disney-Prinzessin! :kicher:

Wollminus 2021: 655g (+~500g)
Wollzuwachs: 150g
Stoffminus 2021: ~12,2m
Stoffzuwachs: 3,6m
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Mein Kleiderschrankprojekt (1)

Beitragvon royalwyvern » 17. Apr 2021, 19:00

Ach ihr seid so lieb, vielen Dank :lol:
Kleiner Zwischenstand: Am Rock hat sich noch rein gar nichts getan, dafür ist das Mottentop fast fertig :lol:

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Einen Beitrag gibt's heute trotzdem. Nachdem ich ja viel darüber gejammert habe, dass ich mit meiner Kleiderauswahl nicht mehr ganz so glücklich bin ist es Zeit was dagegen zu tun. Zeit um Sommer-Pläne aufzustellen ist ja sowieso längst also auf auf! Vor allem wenn man sich dafür Lektüre reinpfeifen kann bin ich immer an Board. Also hab ich mir 'Das Kleiderschrankprojekt' von Anuschka Rees gegönnt, das schon sehr sehr lange auf meiner Liste stand und arbeite mich aktuell durch. Eigentlich bin ich sogar schon einmal durch, aber das war mitten im Winter und ich musste feststellen, dass sich mein Geschmack zwischen den Jahreshälften doch sehr ... auseinander lebt. Deshalb gibt es jetzt eine Frühlings-/Sommer und eine Herbst-/Winter-Garderobe. Die Basis sollte ganzjährig aus den gleichen Stücken bestehen, ich will ja nach wie vor kein riesiges Klamottenlager aber ein gewisses Maß an Variation schadet vielleicht auch nicht.

Das 'Titelbild' steht übrigens in keinem direktem Zusammenhang zum Rest, ich wollte aber keinen Beitrag nur mit Spiegelselfies, weil ich die absolut verabscheue :lol:

Also hier: Teil 1

Die erste Aufgabe im Buch ist schon Mal einigermaßen leicht:

Dokumentiere 2 Wochen lang alle deine Outfits

Ich denke ich habe dabei zwei ganz gute Wochen erwischt, es ist nämlich alles dabei. Von richtig motivierten zu ‘ich würd am liebsten im Bett bleiben’ Tagen, sommerliche Temperaturen und welche die eher im tiefsten Winter zu vermuten wären. Tage an denen nur gefaulenzt wurde und welche an denen richtig Arbeit wartete. Eine gute Mischung, die die Realität ganz gut abbilden dürfte.

Bitte anklicken wenn ihr irgendwas erkennen wollt.
Bild

Zwei gravierende Missstände machen sich schon mal sehr deutlich bemerkbar: Ich habe zu wenig unhässliche bequeme Kleider die man einfach schnell überwerfen kann (für Wochenend- und Morgenmuffeltage) und außerdem zu wenig schlichte Cardigans. Nur einen einzigen dunkelgrauen, aber wenn mir der zu kalt ist oder die Ärmel zu lang oder zu weit müssen Bandjacken her und die haben einen entscheidenden Nachteil: Sie sind entweder winzig (Frauengröße) oder so riesig, dass ich locker zwei Mal reinpasse (Männergröße) und sehen dementsprechend immer bescheuert aus. Ihr kennt es sicher....

(außerdem hab ich mittlerweile beschlossen, dass der Sturm-Cardigan zwingend leichte Sommerkleidung braucht und über dicken Wintersachen einfach dämlich aussieht.)

Ein bisschen ungünstig ist, dass ich kaum Schuhe mit drauf habe, allerdings trage ich zuhause selten welche und für die Fahrt ins Büro und zurück wechsle ich immer auf flache und bin dann meist zu faul die ‘Büroschuhe’ fürs Foto nochmal anzuziehen. Allerdings habe ich für alle Zwecke die passenden Schuhe, entsprechend besteht dort aktuell kein Optimierungsbedarf. Stimmiger wärs natürlich trotzdem :lol:

Hier folgt nun Schritt zwei:

Der Status Quo

Nun geht es daran rauszufinden an welchen Tagen ich mir besonders gut und an welchen Tagen besonders schlecht gefallen habe und vor allem – warum? Das Buch stellt dazu einen Haufen Fragen und ich hab euch meine Erkenntnisse kurz zusammengefasst.

Den Favoriten-Platz teilen sich Tag 1 und Tag 7, knapp gefolgt von Tag 6
Die skeptischen Blicke bitte ich zu ignorieren, die liegen an den Spiegelselfies nicht an der Kleidung.

Aber warum? Punkt eins ist die Farbe. Denn eines haben sie gemeinsam, sie sind dunkel und haben höchstens eine Farbe als Akzent. Punkt zwei: Es sind immer Stücke dabei die irgendwo einen Teil meiner Persönlichkeit bzw. meiner Interessen spiegeln. An Tag 1 sind es das Bandshirt und der Winterwald auf der Strickjacke, Tag zwei hat Babymotten und Planetendruck – das Ganze kombiniert mit meinem Eisenhalsreif - da ist doch eindeutig dass ich in der Zeit gereist sein muss.
Tag 6 ist sehr schlicht, letztlich reißen es da vor allem die Accessoires raus – aber deshalb hängt es auch leicht hinter den anderen beiden.

Die Reinfälle sind eindeutig die Tage 3 und 4, an denen habe ich mir offensichtlich nicht mal den Hauch einer Mühe gegeben.

Insgesamt bin ich mit der Ausbeute eher mittelmäßig zufrieden. Ich langweile mich oft und greife dann einfach zu irgendwas, was einige meiner Outfits nicht ganz stimmig und eher planlos zusammengewürfelt wirken lässt. Vieles ist auch einfach irgendwie nicht (mehr) ganz mein Stil...
Außerdem gefällt mir der Einsatz von Accessoires noch nicht besonders, meist sind sie nämlich gar nicht vorhanden. Die beiden Ketten von Tag 6 gehen schonmal in die richtige Richtung, aber generell würde ich gerne viel mehr mit Accessoires spielen und an Auswahl mangelt es mir eigentlich nicht. Außerdem fehlt vielen Stücken einfach das gewisse Etwas, dass sie zu mir macht. Im Mottenrock zum Beispiel fühle ich mich klasse, genauso in Bandshirts. Alles was irgendwo einen Teil meiner Interessen nach außen trägt und wenn es nur sehr subtil ist. Damit sind reine Basics schon mal raus. Gut kombinierbar – ja. Aber irgendeine Besonderheit muss schon vorhanden sein, es reicht dabei ja schon eine Kleinigkeit wie Babymotten auf einem Rockbund.
Zum drunter ziehen an kalten Tagen sind die vorhandenen Basics natürlich nach wie vor spitze, mehr Einsatz brauchen sie aber eigentlich nicht unbedingt….

Was auch sehr deutlich geworden ist, ist wie wichtig mir Bequemlichkeit und guter Sitz sind. Bei den meisten Sachen die es nicht aus dem Schrank geschafft haben liegt es nämlich schlicht daran, dass sie meinen Ansprüchen an Bequemlichkeit nicht gerecht werden. Ich wechsele viel zwischen verschiedenen Tätigkeiten, vom Rechner oder Büro über Hausarbeit, Viehzeug versorgen, mit dem Hund durch den Matsch stapfen und zwischendurch einfach rumsitzen und handarbeiten. Und meine Kleidung darf mich dabei nicht einschränken. Sie muss also zwingend jede Bewegung mit machen, sich leicht reinigen lassen und ohne einzuengen auch zu Jacke und Gummistiefeln tragbar sein. Das ist insbesondere ein Punkt bei Oberteilen, nervt mich der Rock auf dem Weg nach draußen, geh ich auch mal in Strumpfhosen in den Stall und zieh ihn beim reingehen einfach wieder an :lol:
Aber ich möchte mich nicht jedes Mal komplett umziehen müssen wenn ich eine andere Aufgabe erledige. Werden die Sachen diesem Anspruch nicht gerecht, werden sie mit Nichtbeachtung gestraft. Kompromisslos.

Kleidung für spezielle Anlässe besitze ich übrigens bewusst nicht, und das soll auch so bleiben. Die Alltagssachen müssen sich also entsprechend stylen lassen, dass sie diese Aufgabe auch übernehmen können. Da meine Anlässe im Normalfall aus Konzertbesuchen und Familienfeiern bestehen und ich es generell vorziehe over- statt underdressed zu sein, ist das absolut im Bereich des Möglichen.

Teil eins wäre damit geschafft. Weiter geht’s im nächsten Beitrag. :winke:

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Re: [WIP] Eine dunkelbunte Wohlfühlgarderobe basteln

Beitragvon Spirit Amy » 17. Aug 2021, 02:33

Find ich sehr spannend deine Überlegungen zur Garderoben-Optimierung. Mehr hab ich gerade nicht beizutragen, aber ich bin gespannt wie du da weiter planst und werkelst :)
Das ist die Signatur von Amy, bitte hinterlassen sie eine Nachricht nach dem BEEEEEEEP!

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Re: [WIP] Eine dunkelbunte Wohlfühlgarderobe basteln

Beitragvon deepdarksin » 19. Aug 2021, 07:45

Das klingt wirklich sehr interessant und auch wie du identifiziert hast was die Probleme mit den Schrankhütern ist.
Auf die Liebe, die Freude, das Leben heben wir an,
um Hass, Neiden und Zagen für heut aus dem Herzen zu bannen!


ps: deepdarkSIN, nicht -skin ;-)

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Re: [WIP] Eine dunkelbunte Wohlfühlgarderobe basteln

Beitragvon royalwyvern » 23. Aug 2021, 20:48

Ääääh ja, ich könnte mich hier auch mal wieder melden... ich war schon einige Beiträge lang zu faul die auch hier zu posten - wordpress ist aber auch wirklich bequem. Und ich bleib auch weiterhin faul und verlink euch die jetzt einfach aus meinem Blog und füg hier nur den aktuellsten ein - ich hoffe ihr verzeiht mir das :angel: .

Kleiderschrankprojekt (2) (3) (4)

Mottentop

[urlhttps://wyverns-lair.de/wenn-probestuecke-eskalieren/]Walking Skirt[/url]

Jetzt aber los - ich habe Schürzen genäht. Und ne neue Kamera (nicht genäht) :mrgreen:

Das Gelaber über die Kamera pack ich in den Spoiler, das ist nämlich erschreckend viel Story geworden :gruebel: aber vielleicht interessiert mein wirres Gequatsche ja trotzdem jemanden.
Spoiler!
Wie das halt so ist – kaum kam die Motivation mal nen Beitrag zu basteln langsam zurück, hatte unser hauseigenes schwarzes Loch erst das Ladegerät für die Kamera, später zusätzlich das entsprechende Kabel (einschließlich der 20 Vorgänger) und alle Kartenlesegeräte gefressen und seitdem nicht wieder ausgespuckt.

Was liegt also näher als eine neue Kamera.

Ok, ich gebe zu – so ohne Kontext klingt das verdammt falsch. Eigentlich steht die neue Kamera nämlich schon seit Jahren auf meiner imaginären Spar-Liste, dann hatten immer wieder andere Dinge Prioritäten. Von meinem Entscheidungstalent mal ganz abgesehen. Dazu kommt, dass ich ja eigentlich ganz zufrieden mit meiner netten, zuverlässigen alten Kamera war die mich nun schon so lange begleitet. Also, solange ich HINTER der Kamera stand und nicht zeitgleich auch noch davor. Also praktisch kaum noch, es sei denn der Hund macht zufällig Faxen.

Je mehr ich mich allerdings mit der Selbstfotografie beschäftigte, desto nerviger wurde der ganze Aufbau. Man muss es sich so vorstellen: Man nehme eine Kamera ohne viel Schnickschnack wie schwenkbare Displays oder Drahtlosfunktionen, packe sie auf ein Stativ, klemme den Fernauslöser an, klemme an den anderen Anschluss das Handy mit dem Kabel das fürs alte Handy gekauft wurde und das deshalb einen schicken, aber leider erschreckend unzuverlässigen Adapter trägt, weil man kein neues Kabel kaufen wollte, schmeiße die App auf dem Handy an, die sich jedes Mal beendet wenn man ein kleines bisschen zu viel am Kabel wackelt, lehne das Handy ans Stativ damit man überhaupt etwas sehen kann – auch wenn es dadurch viel zu weit weg ist um mehr als grobe Umrisse zu erkennen, richte sich aus, drücke den Auslöser, warte bis das Bild in der Ferne auf dem Handydisplay auftaucht (falls die App nicht abstürzt) und dann das gleiche Prozedere nochmal bis man es schafft so halb im Bild zu stehen.

Dann zu allen möglichen und unmöglichen Göttern beten, dass man mit dem Gesicht auf dem Autofokuspunkt steht oder alternativ die Kamera selbst den richtigen aussucht. Und jetzt stellt euch vor das Gesamtbild passt doch noch nicht und man muss den ganzen Stuss anders ausrichten. Der gleiche Spaß nochmal von vorne.

Dann noch auf den Bildaufbau achten, wo man steht, wie man guckt, ob man überhaupt das Kleidungsstück das präsentiert wird vernünftig sieht? Party. Und wenn das alles passt, stellt man später fest, dass der Hund im Hintergrund grad höchst ästhetisch am kacken ist. Aber natürlich erst im Nachhinein.

Wie man sieht, hab ich über die Jahre durchaus aufgerüstet. Angefangen mit dem Selbstauslöser der Kamera, kamen immer mehr arbeitserleichternde Sachen dazu, aber irgendwann sind die Möglichkeiten erschöpft. Also darf mein lieber Hugo (ja, der Kamera hat einen Namen :D) nun verdient in Rente gehen. Wenn ich bereit bin mich von ihm zu trennen bekommt ihn vermutlich meine Schwester.

Vielleicht weiß ich jetzt auch warum ich keine Motivation hatte.

Gelandet bin ich nach unendlicher Überlegung übrigens bei dem Nachfolger dessen Favoriten, den ich bereits vor 2 oder 3 Jahren – als ich das erste Mal ernsthaft über eine neue Kamera nachgedacht habe – auserkoren hatte. Mein Talent. Am Ende doch irgendwie wieder auf Anfang.

Und so ist es nun die Canon EOS 80d geworden. Zwischenzeitlich hatte ich sogar mit DSLMs geliebäugelt, gegen die ich mich lange Zeit sehr gesträubt habe (die sind so winzig! Ich mag es was stabiles in der Hand zu haben – wenn ich es denn mal in der Hand halte…), aber dieser aus meiner Sicht größte Nachteil ist nun mal gleichzeitig ihr größter Vorteil. Allerdings, für jemanden der lieber 3 Mal überlegt ob er überhaupt das Handy mitnimmt, weil’s so groß und sperrig ist, ist es sowas von Wurst. Wenn diese Überlegung schon im Raum steht kommt unter Garantie keine Kamera mit – weder ne kleine, noch ne große – und umgekehrt kommt’s doch nicht drauf an. Damit stand der Endsieger fest.
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Ich war durchaus nicht untätig. Aktuell liegt mein Fokus vor allem darauf endlich einen BH hinzubekommen, der sich tatsächlich ohne Schmerzen tragen lässt. Bisher leider nicht ganz so erfolgreich. Und so sind es eher Sachen geworden die keine großen Anpassungen an die Figur erfordern. Darf ich vorstellen, mein neuer bester Freund – die Schürze.

Ein paar Oberteil-Probestücke liegen noch herum, aber ohne passenden Unterbau lässt sich schlecht die finale Passform beurteilen und anpassen, deshalb werden die auch noch eine Weile länger liegen.

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Schürzen allerdings sind klasse. In jeder Hinsicht. Sie sind einfach zu machen, ich muss mich nicht mit Anpassungen herumplagen und das größte Rätsel liegt in der Frage wie lang sie wohl werden soll. Außerdem kann man den Kopf abschalten – etwas was ich beim nähen sonst nie kann, dafür ist meine Figur scheinbar einfach zu seltsam und braucht immer Aufmerksamkeit. Man muss nicht mal die Schere rauskramen, weil sich der Stoff einfach in Form reißen lässt. Außerdem kann man mit der fertigen Schürze jedem Outfit einen richtigen schönen Hobbit-Flair verleihen :D

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Ein weiterer Pluspunkt: Ich hab das Gefühl mich bei Mustern und Farben viel mehr austoben zu können als bei ‘richtigen’ Kleidungsstücken. Wenn man dann feststellt, dass sie zu nichts passt kann man immer noch Kissen draus machen – ist ja doch einfach ein großes Rechteck und hat nicht viel Arbeit gemacht.

Und natürlich auch der praktische Faktor. Es hat ja schon Gründe, dass sich irgendwer mal irgendwann überlegt hat ‘ach mein Rock wird immer dreckig bei Arbeit, häng ich mal nen Lappen drüber’ – funktioniert spitze. Ob es so klug ist die Schürzen alle hellgrundig auszuwählen sei mal dahingestellt.

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Und wenn ich mir jetzt noch vorstelle wie grandios man sie besticken, bemalen oder was weiß ich nicht alles könnte – da würde mein Kopf am liebsten direkt explodieren vor lauter Ideen!

Kein Wunder also, dass gleich vier Schürzen entstanden sind – eine davon seht ihr hier.

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Obwohl eine Schürze ja nun eigentlich recht einfach zu nähen ist, hab ich bei diesem Projekt beschlossen mir wieder mal selbst Steine in den Weg zu legen indem ich einfach zu wenig Stoff gekauft hab. Dass ein Stoff mit Muster nämlich eine Richtung hat hab ich sehr gekonnt wegignoriert. Dabei wusste ich von Anfang an, dass ich gerne Längsstreifen hätte. Der Stoff ging mir in der Form allerdings gerade bis zum Oberschenkel und so lag er dann erstmal während ich überlegt habe ob er doch was anderes wird.

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Der Kürbis eskaliert ein bisschen

Schlussendlich hab ich mich für’s Stückeln entschieden, was bei den Streifen sehr gut funktioniert hat. Beim Patternmatching hab ich zwar stark angefangen und dann stark nachgelassen, aber getragen fällt es kaum auf. Die entstandene relativ geringe Weite gefällt mir erstaunlich gut – macht das Ganze recht alltagstauglich und etwas dezenter.

Der Stoff ist ein Viskose-Leinen Mix, schön leicht und unkompliziert.

So, und da der Beitrag nun allmählich lang genug ist dafür, dass ich eigentlich nur ein simples Stoff-Rechteck zu zeigen habe verabschiede ich mich für heute. In den kommenden Wochen geht es (neben den restlichen Schürzen) schon wieder in die Herbst-Planungsphase und einen fertigen Drachenpullover schulde ich euch auch noch. :D

Und zum Abschluss - Katzenbabies!

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Re: [WIP] Eine dunkelbunte Wohlfühlgarderobe basteln

Beitragvon eichenfuerstin » 24. Aug 2021, 06:53

Schön von Dir zu lesen!
Und dann hast Du auch noch Katzenbaby-Photos im Gepäck ♥

Das Mottentop + Rock ist so wunderschön geworden, die Stickerei ist der Hammer :sabber:
Dein Moodboard spricht mich ebenfalls sehr an.

Auch Dein Schürzenprojekt finde ich super, Deine Bilder begeistern mich mal wieder sehr.


Auf den fertigen Drachenpullover freu ich mich total :)

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Re: [WIP] Eine dunkelbunte Wohlfühlgarderobe basteln

Beitragvon Kuhfladen » 24. Aug 2021, 07:25

Dass ich mal eine Schürze so hübsch finden würde, hätte ich wohl auch nicht gedacht :kicher: aber die schöne Inszenierung gepaart mit deinen begeisterten Beschreibungen lässt mir richtig das Herz warm werden :)

Bei deinem mottentop bin ich sehr beeindruckt, ich hab den Anfang zwar gelesen, aber anscheinend nicht richtig registriert, als du dann später von webware schreibst, musste ich erstmal ungläubig zurück scrollen :äh: also für ein top aus webware sitzt das ganz fantastisch finde ich, Respekt an die Schnittanpassung und die Optik mit der Motte ist große Klasse !

Jetzt schnapp ich mir ein Katzenbaby und schau mir die anderen verlinkten Sachen nochmal an :)
als mod schreibe ich grün

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Re: [WIP] Eine dunkelbunte Wohlfühlgarderobe basteln

Beitragvon Thalliana » 24. Aug 2021, 09:06

Die Stickerei von der Motte ist ja Wahnsinn :shock: ...
Gemüse schmeckt am besten, wenn man es kurz vor dem Verzehr durch ein Schnitzel ersetzt!
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Re: [WIP] Eine dunkelbunte Wohlfühlgarderobe basteln

Beitragvon Zetesa » 24. Aug 2021, 12:29

Die Mottenstickerei ist so schön geworden. 😍
Definitiv ein großer Vorteil von Webware, dass darauf Stickereien gut funktionieren.
Ich schließe mich den anderen an, für Webware ist die Passform schon ziemlich überzeugend.
Das Problem mit den Abnähern hab ich auch immer wieder mal und konnte bis jetzt nicht eingrenzen, was es verursacht.
Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind. Unsere tiefgreifendste Angst ist,
über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, die uns Angst macht.
Marianne Williamson

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Re: [WIP] Eine dunkelbunte Wohlfühlgarderobe basteln

Beitragvon royalwyvern » 24. Aug 2021, 18:50

Freut mich, dass es gut ankommt - vielen Dank :mrgreen:

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Re: [WIP] Eine dunkelbunte Wohlfühlgarderobe basteln

Beitragvon KimKong » 26. Aug 2021, 04:27

Ganz wundervoll, das Mottentop liebe ich!
Bei solchen Katzenfotos darfst du uns auch mit Blog Beiträgen füttern ;-)

Time traveling forest witch trifft es perfekt! :D

Was mir nur aufgefallen ist: wenn der Bedarf an Cardigans so hoch ist, und du darauf deine Outfits bastelst -warum dann der Schuppen Pullover? Wird der dann eher nicht zur schrankleiche? Was ich sagen will: wäre nicht ein kurzer Schuppen Cardigan die Lösung?
The Wheel of time turns, and Ages come and pass, leaving memories that become legend. Legend fades to myth, and even myth is long forgotten when the Age that gave it birth comes again. In one Age, called the Third Age by some, an Age yet to come, an Age long past, a wind rose in the Mountains of Mist... RIP Robert Jordan

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Re: [WIP] Eine dunkelbunte Wohlfühlgarderobe basteln

Beitragvon royalwyvern » 26. Aug 2021, 19:21

Was mir nur aufgefallen ist: wenn der Bedarf an Cardigans so hoch ist, und du darauf deine Outfits bastelst -warum dann der Schuppen Pullover? Wird der dann eher nicht zur schrankleiche? Was ich sagen will: wäre nicht ein kurzer Schuppen Cardigan die Lösung?
Eine sehr berechtigte Frage.

Tatsächlich wäre ein Schuppencardigan eine absolut grandiose Bereicherung und mein absolutes Traumkleidungsstück. Allerdings hab ich mich schlicht aus Gründen der Machbarkeit dagegen entschieden, weil ich mit dem Muster schon in Pulloverform so meine Probleme hatte. Für einen Cardigan hätte ich in Reihen stricken oder steeken müssen und für letzteres wäre alleine das Garn schon zu glatt denke ich. Ich hatte mich an einer Maschenprobe ernsthaft an Reihen versucht, bin aber grandios gescheitert.

Davon abgesehen, war der Pullover in Planung bzw. sogar angefangen (mehrfach....) bevor ich überhaupt mit der Garderoben-Planung angefangen habe und wollte einfach endlich fertig werden :lol:

Anscheinend hab ich allerdings aktuell mehr Glück als Verstand und der Schuppenpulli macht sich bestens - zumindest im Sommer. Aber ich wette zumindest an wärmeren Herbsttagen wird er sich ebenfalls gut schlagen.


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