Nähen- kurze Fragen und Antworten

Für Fragen und Tipps zu Näh-Themen: Schnitte, Stoffe, Nähmaschinen, Arbeitsweisen, etc.

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Nria » 17. Feb 2021, 09:33

Als dankbarsten Stoff zum Anfang empfinde ich Sweat - nicht so passformsensibel wie Webstoff, aber stabiler und weniger flutschig als Jersey.

Das Problem mit der Oberweite kenne ich auch ... die Lösung ist eine FBA (Full Bust Adjustment). Die Durchführung ist eigentlich nicht kompliziert (es sieht schwieriger aus, als es ist); am schwierigsten ist m.M.n. herauszufinden, wieviel genau man zugeben muss.

Ansonsten schau dir doch mal die Schnittmuster von Kiribana an - da gibt man seine Maße ein und bekommt ein passendes (computergeneriertes) Schnittmuster. Finde ich für komplizierte Figuren prima! Man muss nur bedenken, dass a) nicht alle Figurbesonderheiten berücksichtigt werden können (z.B. Hohlkreuz) und b) man für die Zukunft ein bisschen verwöhnt ist, wenn man dann mit normalen Schnittmustern arbeiten will :lol:
Aber die Libelle ist ein Vogel.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Nachtschatten » 18. Feb 2021, 09:16

Vielen Dank für eure vielen Tipps! Ich gucke mich da mal durch und schaue, was ich mich als erstes traue.
Schlunzhosen sind auf jeden Fall immer sehr gut :mrgreen: und es gibt zu wenig coole davon. Hose klingt aber kompliziert für mich.

Kuhfladen, danke für die Tipps! Vielleicht traue ich mich mal in den Rittersaal, wäre wahrscheinlich motivierend. Aber meeeh soziale Interaktion :oops: :roll:

Mit dem FBA muss ich mich auch mal auseinandersetzen, das würde mein Leben ziemlich erleichtern :D aber erst mal probiere ich etwas einfaches aus, so kann ich die Anleitung nämlich noch nicht verstehen.

Ich berichte dann mal!
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Nachtschatten » 18. Feb 2021, 09:16

Vielen Dank für eure vielen Tipps! Ich gucke mich da mal durch und schaue, was ich mich als erstes traue.
Schlunzhosen sind auf jeden Fall immer sehr gut :mrgreen: und es gibt zu wenig coole davon. Hose klingt aber kompliziert für mich.

Kuhfladen, danke für die Tipps! Vielleicht traue ich mich mal in den Rittersaal, wäre wahrscheinlich motivierend. Aber meeeh soziale Interaktion :oops: :roll:

Mit dem FBA muss ich mich auch mal auseinandersetzen, das würde mein Leben ziemlich erleichtern :D aber erst mal probiere ich etwas einfaches aus, so kann ich die Anleitung nämlich noch nicht verstehen.

Ich berichte dann mal!
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Miss Porter » 18. Feb 2021, 09:30

Nachtschatten hat geschrieben:
18. Feb 2021, 09:16
Hose klingt aber kompliziert für mich.
Eine einfache Hose besteht aus Vorderteil, Rückteil und eventuell einem Bund (falls der nicht angeschnitten ist) und hat 5-7 Nähte plus Säume. Also gar nicht mal so kompliziert. Gummibund rein und ab aufs Sofa damit ;)
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Florence » 18. Feb 2021, 10:39

Ich find an Hosen den Verschluss und die Passform bei figurnah geschnittenen Exemplaren einschüchternd. Beides fällt bei Schlunzhosen weg :up:

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Lenmera » 18. Feb 2021, 11:54

Eine Hose mit Gummizug oä ist wirklich ein gutes Anfängerprojekt. Das sind hauptsächlich gerade Nähte, da kann man wenig falsch machen und hat schnell ein gut tragbares Ergebnis.
Shirts bzw alles mit Ärmeleinsatz würde ich persönlich erst in einem zweiten Schritt angehen. Aber auch das ist kein Hexenwerk.
Bei Kleidung finde ich es besonders wichtig, dass man ordentlich zuschneiden. Denn wenn man da nur pi mal Daumen Nahtzugabe anzeichnet, dann nochmal ein zwei Millimeter unregelmäßig schneidet, hat man am Ende Schnittteile, die nicht richtig zusammenpassen (z.B. unterschiedlich lange Vorderhose und Hinterhose oder unterschiedlich gebogene Nähte) und es ist fast unmöglich dann noch ein schönes Ergebnis zu bekommen bzw mit viel Frust verbunden.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Kuhfladen » 18. Feb 2021, 12:00

Daran hänge ich mich doch direkt mal mit einer Frage an: womit zeichnet ihr auf Jersey und sweat an? Sowohl Schneiderkreide als auch Kreide Stift als auch normaler Gelstift waren da eher frustig für mich, sodass ich letztendlich die Schnittmusterteile mit vielen Nadeln an den Stoff gepinnt und direkt ausgeschnitten habe und nur die Markierungen eingezeichnet habe.
Ist da so ein Kreide Rädchen wirklich der Heilsbringer?

Und wie schneidet man Dinge im stoffbruch zu, ohne dass sie sich beim Schneiden verschieben? Mit vielen Nadeln fixieren?

Das sind definitiv Punkte, wo ich noch Luft nach oben habe.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Fr.Ausverkauft! » 18. Feb 2021, 12:14

Kuhfladen hat geschrieben:
18. Feb 2021, 12:00

Ist da so ein Kreide Rädchen wirklich der Heilsbringer?
Für mich - ja!! Nach 1,5 Jahrzehnten Näh-Erfahrung schneide ich zwar Jersey/Sweat mittlerweile meistens ohne Anzeichnen zu (nicht schimpfen bitte Lenmara :angel: :kicher: ), aber wenns doch mal ganz genau sein muss, dann mit Kreiderädchen. Ich meine es ist von Prym, da gibts auch Nachfüllpackungen mit Kreidestaub...

Für den Stoffbruch: Ist es Jersey/Sweat den ich nicht anzeichne, schneide ich durch 2 Lagen.
Möchte ich genaue Markierungen haben mal ich mir die Mittellinie/den Stoffbruch mit Kreide/Kreiderädchen auf, und leg das Schnittmusterteil dann erst rechts an - markiere, dann spiegelverkehrt auf die linke Seite und markiere da.
Zuletzt geändert von Fr.Ausverkauft! am 18. Feb 2021, 12:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon MissTungsten » 18. Feb 2021, 12:14

Kuhfladen hat geschrieben:
18. Feb 2021, 12:00
Daran hänge ich mich doch direkt mal mit einer Frage an: womit zeichnet ihr auf Jersey und sweat an? Sowohl Schneiderkreide als auch Kreide Stift als auch normaler Gelstift waren da eher frustig für mich, sodass ich letztendlich die Schnittmusterteile mit vielen Nadeln an den Stoff gepinnt und direkt ausgeschnitten habe und nur die Markierungen eingezeichnet habe.
Ist da so ein Kreide Rädchen wirklich der Heilsbringer?

Und wie schneidet man Dinge im stoffbruch zu, ohne dass sie sich beim Schneiden verschieben? Mit vielen Nadeln fixieren?

Das sind definitiv Punkte, wo ich noch Luft nach oben habe.
Ich benutze auf den nervigen Jerseys tatsächlich meistens mein Kreiderad - da gibt es aber Unterschiede. Ich hab 2, beide von Prym, und eins davon benutze ich quasi nie weil es relativ schwerläufig ist und ziemlich viel Druck braucht. Das was gut läuft, ist das Parallelkopierrad.

Zuschneiden im Stoffbruch mache ich auch mit relativ vielen Stecknadeln und dem Rollschneider. Für den muss man den Stoff nicht anheben, das macht das alles viel präziser und es verschiebt sich nichts.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Lillie » 18. Feb 2021, 12:15

Ich schneide auch immer direkt zu weil jegliche Stifte und auch Kreide sich irgendwie immer wieder abwischt. Markierungen am Rand schneide ich ein. Das Einzige was ich zeichne sind Markierungen im Stoff wie z.B. für Brustabnäher. Da verwende ich die Frixio Stifte weil die beim Waschen oder Bügeln weggehen.

Um Dinge im Stoffbruch zuzuschneiden habe ich früher immer diese Nähklammern benutzt, um den geknickten Stoff und das Papier zusammenzuklammern.
Mittlerweile habe ich eine Metallplatte aus dem Baumarkt (ca 10€) unter der Schneidematte und magnetische Haken (von Amazon, 10€). Das funktioniert ähnlich wie Stoffgewichte blos dass es richtig richtig gut hält und absolut nicht verrutscht.

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Nria » 18. Feb 2021, 12:23

Ich schneide Jersey i.d.R. direkt zu, ohne Anzeichnen (mit Kreiderädchen hats bei mir überhaupt nicht funktioniert, aber ich schneide auf Teppich zu, das ist noch was anderes als ein glatter Boden). Wenn ich etwas aufzeichnen muss (z.B. ein Abnäher oder die Nahtlinie an einer Stelle, an der ich exakt nähen will), verwende ich einen dünnen Filzstift und male eine Linie aus dicht gesetzten Punkten. Die erfüllt ihren Zweck prima und der Stoff verzieht sich nicht, weil man den Stift nur aufsetzt, nicht zieht.

Allerdings: Man sollte vorher testen, ob der Stift sich beim jeweiligen Stoff auf die andere Seite durchdrückt, denn nicht jeder Stift ist auswaschbar.
Bei hellen Jerseys funktioniert es manchmal auch, mit einem weichen Bleistift sachte zu malen, aber lieber mehrfach drübergehen als feste aufdrücken.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Constanze » 18. Feb 2021, 12:29

Ich schwöre auf Seife.
Mit dünnen Seifenstücken (wenn sie beim Händewaschen aus der Hand flutschen, sind sie gut :mrgreen: ) kann man sehr gut anzeichen und sie rutschen gut auf Jersey.

Allerdings sind die Striche weg, wenn man drüberbügelt, also je nach Projekt muss man da etwas vorsichtig sein, häufiger anzeichnen oder gewisse Markierungen doch mit anderen Stiften machen.
Ich hab geträumt, der Winter wär' vorbei
Du warst hier - und wir war'n frei
Und die Morgensonne schien
Es gab keine Angst und nichts zu verlieren
Es war Friede bei den Menschen und unter den Tieren
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Der Mangel an "ß"s in meinen Posts ist auf die Schweizer Rechtschreibung sowie Tastaturbelegung zurückzuführen.

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Nachtschatten » 18. Feb 2021, 12:55

Lenmera hat geschrieben:
18. Feb 2021, 11:54
Eine Hose mit Gummizug oä ist wirklich ein gutes Anfängerprojekt. Das sind hauptsächlich gerade Nähte, da kann man wenig falsch machen und hat schnell ein gut tragbares Ergebnis.
Shirts bzw alles mit Ärmeleinsatz würde ich persönlich erst in einem zweiten Schritt angehen. Aber auch das ist kein Hexenwerk.
Bei Kleidung finde ich es besonders wichtig, dass man ordentlich zuschneiden. Denn wenn man da nur pi mal Daumen Nahtzugabe anzeichnet, dann nochmal ein zwei Millimeter unregelmäßig schneidet, hat man am Ende Schnittteile, die nicht richtig zusammenpassen (z.B. unterschiedlich lange Vorderhose und Hinterhose oder unterschiedlich gebogene Nähte) und es ist fast unmöglich dann noch ein schönes Ergebnis zu bekommen bzw mit viel Frust verbunden.
Danke dir! Ich muss aber nochmal das neue Thema unterbrechen und nachfragen: Ordentlich zuschneiden ist auf jeden Fall ein gutes Stichwort (ich finde Zuschneiden ganz schlimm :angel: ), aber wie genau soll das mit der Nahtzugabe funktionieren? Ich hab bisher nur Sachen genäht, wo Nahrzugabe dabei war. Misst man dann die Nahrzugabe überall aus oder wie macht man das? Das ist auf jeden Fall ein guter Hinweis, denn ehrlich gesagt hätte ich sonst das Schnittmuster aufgezeichnet und dann die Nahrzugabe drum rum einfach grob ausgeschnitten, das wäre dann wohl schief gegangen :lol:
Ganz schön kompliziert, diese Näherei :D
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Cylia » 18. Feb 2021, 13:26

Kuhfladen hat geschrieben:
18. Feb 2021, 12:00
Daran hänge ich mich doch direkt mal mit einer Frage an: womit zeichnet ihr auf Jersey und sweat an? Sowohl Schneiderkreide als auch Kreide Stift als auch normaler Gelstift waren da eher frustig für mich, sodass ich letztendlich die Schnittmusterteile mit vielen Nadeln an den Stoff gepinnt und direkt ausgeschnitten habe und nur die Markierungen eingezeichnet habe.
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Ich schließe mich Constanze an, Seife! Für alles was nicht hauptsächlich weiß ist, einfach super. Und Jersey bügelt man jetzt ja auch nicht dauernd. Wenn man Flüssigseife präferiert, kann man auch super Hotelseife(gibt's auch im Reiseregal in der Drogerie) zurechtschnitzen, oder Freunde fragen, ob die Seifenreste aufbewaren ;) hier ist es immer die Herausforderung die Seife möglichst dünn mit einer schön scharfen Kante zurecht zu waschen :angel: jetzt durch Corona hab ich sogar ein paar Stücke auf Reserve :D
Nachtschatten hat geschrieben: Danke dir! Ich muss aber nochmal das neue Thema unterbrechen und nachfragen: Ordentlich zuschneiden ist auf jeden Fall ein gutes Stichwort (ich finde Zuschneiden ganz schlimm :angel: ), aber wie genau soll das mit der Nahtzugabe funktionieren? Ich hab bisher nur Sachen genäht, wo Nahrzugabe dabei war. Misst man dann die Nahrzugabe überall aus oder wie macht man das? Das ist auf jeden Fall ein guter Hinweis, denn ehrlich gesagt hätte ich sonst das Schnittmuster aufgezeichnet und dann die Nahrzugabe drum rum einfach grob ausgeschnitten, das wäre dann wohl schief gegangen :lol:
Ganz schön kompliziert, diese Näherei :D
Ganz ehrlich? Ich nähe momentan quasi nur Kinderkleidung(also nurJersey und ähnliches) und beim Zuschneiden mach ich es immer so, dass ich das Schnittteil auflege und direkt beim aufzeichnen passend die Nahtzugabe dazuzeichne. Wenn man auf sein Augenmaß aufpasst, gerade zeichnet und schön an der Linie schneidet, geht das super. Für den Anfang hilft sonst ein Handmaß ganz gut um das Augenmaß zu kontrollieren, mit der Zeit hat man es dann drin.
Ansonsten, wenn du einen Schnitt eh öfter nähen willst, schneid das Papierschhnittmuster einfach mit Nahtzugabe aus. Also auf dem Papier einmal sauber die NZ drumherum anzeichnen und gut ist. Das ist einmal Arbeit, aber für Schnitte, die man mehr als einmal näht, lohnt es sich allemal.
*~*Your life is yours alone. Rise up an live it*~*
aus: "Das Schwert der Wahrheit" von Terry Goodkind
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitragvon Nria » 18. Feb 2021, 13:32

Optimalerweise zeichnet man die Nahtzugabe mit einem Lineal an, ja. Ich mache das inzwischen pi mal Auge, weil ich es gelernt habe abzuschätzen.
"Grob drumrumschneiden" ist keine gute Idee, weil die Nahtlinien ja aufeinanderliegen müssen und üblicherweise legt man dazu die Stoffkanten aneinander. Man könnte das ausgleichen, indem man die Nahtlinien aufeinanderheftet - das funktioniert auch, ist aber viel mehr Arbeit als sorgfältig zuzuschneiden.
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