Nähen- kurze Fragen und Antworten

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Violana
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Violana »

Ich glaube, in meinem Leben werd ich nicht mehr so viele Knopflöcher nähen, wie eine durchschnittliche Schneiderin im Monat. :wink:
Dementsprechend seh ich das auch nicht ganz so schwerwiegend an, wenn sich da was abnutzt (vorher hab ich die Teile meist verloren). Würde ich das regelmäßiger machen, könnt sich spezielles Werkzeug aber bestimmt lohnen.

Was ich damit sagen will: Einerseits ist es Geschmackssache. Andererseits ist es bestimmt sinnvoll sich zu überlegen, wie das der Profi macht. Aber das muss für den Hobbynäher auch nicht immer die beste Lösung sein, sondern kann auch übers Ziel hinausschießen. Ich koch daheim ja auch nicht mit Konvektomat. :)
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Tenshi
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Tenshi »

Violana hat geschrieben:
3. Mär 2017, 10:40
Ich mach das ähnlich, aber ich nutze i.d.R. noch eine Stecknadel, die ich quer zum zukünftigen Knopfloch kurz vor meine Endnaht pinne, damit ich nicht mit Kraft alles durchsäble. Dann muss man auch nicht so vorsichtig sein, sondern kann mit mehr Schwung und damit auch etwas gerader arbeiten.
So mache ich das auch. Ich benutze den Nahttrenner aber auch zum Auftrennen von Nähten - bei empfindlichen Stoffen wirklich Stich für Stich, bei robusteren auch schonmal größere Stücke auf einmal - mit der kleinen Kugel unterhalb der Naht, dann rutscht man weniger leicht ab und haut sich Löcher in den Stoff.
Bevor mir ein Nahttrenner stumpf wird, habe ich ihn vermutlich drei Mal verloren... ;) Und bei Scheren ist für mich als Linkshänder das Problem, dass ich immer Linkshänderscheren brauche, mit "normalen" kann ich genau gar nichts anfangen und veranstalte nur Gemetzel. Da ist so ein Nahttrenner eben ein leicht verfügbares Werkzeug.

Was genau habt ihr Profis denn gegen den Nahttrenner? Abgesehen davon, dass man halt abrutschen kann, aber ich habe auch schon beim Nahtzugaben zurückschneiden mit der Schere Dinge erfasst, die wirklich nicht hätten abgeschnitten werden sollen. Will meinen, das ist ja nicht die Schuld des Werkzeugs sondern meiner Unachtsamkeit, wenn sowas passiert.
Vielleicht haben wir uns an den Scherben unserer Träume geschnitten
Wir sind verblutet, langsam nur
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Grünzeug »

Für Knöpflöcher nehm ich meist ein scharfes Bastelmesser. Oder bei etwas größeren Löchern die Stoffschere.

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Lenmera »

Ob man jetzt eine kleine Schere als Spezialwerkzeug bezeichnen kann sei mal dahingestellt. :wink:
Ich mache damit so ziemlich alles: Nahtzugaben einschneiden und zurückschneiden, Fäden abschneiden, auftrennen, verstürzte Ecken in Form bringen und vieles vieles mehr.
Natürlich hat es wenig Sinn sich Dinge zuzulegen, die man nur alle heiligen Zeiten mal braucht, aber auch wenn man nur gelegentlich näht, sind finde ich eine gute Schneiderschere und eine Zwickschere sinnvolle Investitionen.

Ganz allgemein:
Der Nahttrenner ist einfach ein sehr ungenaues Werkzeug, da man mit Druck arbeitet, statt zu schneiden.
Außerdem kann man ihn kaum nachschärfen und ist somit ein Wegwerfprodukt.
per aspera ad astra

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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Boobs&Braces »

Miss Porter hat geschrieben:
3. Mär 2017, 20:06

Bei der Verwendung von Trenner in Kombination mit der Sicherheitsstecknadel sollte man bedenken, dass jedes mal, wenn der Trenner gegen die Nadel rumst, die kleine Schneide etwas stumpfer wird und man so mit jedem mal etwas mehr Kraft braucht und die Unfallgefahr größer wird.
Das habe ich leider neulich bei meinem neuen, ergonimischen Nahttrenner bemerkt, 3 Hemden genäht mit jeweils 9 Knopflöchern, da hat der schon gelitten. Außerdem bin ich einmal seitlich in die Knopflochstiche gerauscht, weil 3 Lagen Stoff UND dickeres Vlies... gnaahhhh.... morgen ist Stoffmarkt und ich werde mal nach einer kleinen, scharfen Schere Ausschau halten.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Hana »

Mich nerven kleine Scheren bei Knopflöchern in dickeren Stoffen kolossal - und irgendwie mache ich Knopflöcher NUR in dickere Stoffe :roll:
Daher habe ich gerade in einen Knopfloch-Stecher investiert ... und wehe, jetzt macht jemand meine Hoffnungen zunichte, dass der meine Knopflöcher revolutionieren wird! :lol:
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Buchstabensalat »

Irgendwie hab ich grade des Gefühl das ich meinen Nahttrenner anders verwende als der Rest der Welt :angel:
Ich steche mit der Spitze genau in der Ecke ein, ab der ich trennen will (Also bei Knopflöchern und Taschen, nicht bei Nähten), und steche ein Stück weiter wieder aus. Das, was ich dann auf den Trenner drauf habe, wird mit einer kleinen Handbewegung sauber durchtrennt. Nix mit gegen Stecknadeln rumsen und Schneide stumpf machen. Das mach ich in beiden Enden des Knopflochs und dann noch einmal mit dem, was in der Mitte noch nicht durch ist. Ist super präzise und ich hab noch nie was durchtrennt was ganz hätte bleiben müssen. Geht auch in mehreren kleinen Häppchen mit sehr dicken Stoffen problemlos. Viel nerviger finde ich es mit Scheren, gerade wenn die nicht wirklich bis die Spitze ganz scharf sind. Dann trenn ich viel eher mal einen Faden zuviel durch.
Bin ich die einzige hier die das so macht?
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Miss Porter »

crazyLu hat geschrieben:
3. Mär 2017, 22:45
Bin ich die einzige hier die das so macht?
Würde ich genauso machen, bzw habe ich "damals" so gemacht, als ich anfing zu nähen und noch Nahttrenner benutzt habe. Die Fehlerquote ist bei dieser Methode sehr gering.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Cylia »

Ich nehme meistens eine Rasierklinge oder Skalpell für Knopflöcher. Muss man halt vorsichtig sein, aber das klappt auch bei dicken Sachen super.
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von T. T. Kreischwurst »

Ich mach das auch wie CrazyLu :).

Ich hab auch eine Frage. Ich würde gerne dieses Wannabe-Biedermeier-Oberteil nachbauen: http://www.ebay.de/itm/Westernkleid-48- ... 1718486848.
Seh ich das richtig, dass das im Grunde bloß eine glatt gerade Carmenbluse mit Rüsche dran ist? Und dann Gummi in die Ärmel?
Wie mach ich denn diesen Rüschenlatz?
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Priscylla »

T. T. Kreischwurst hat geschrieben:
5. Mär 2017, 09:37
Ich hab auch eine Frage. Ich würde gerne dieses Wannabe-Biedermeier-Oberteil nachbauen: http://www.ebay.de/itm/Westernkleid-48- ... 1718486848.
Seh ich das richtig, dass das im Grunde bloß eine glatt gerade Carmenbluse mit Rüsche dran ist? Und dann Gummi in die Ärmel?
Wie mach ich denn diesen Rüschenlatz?
Ich würde da auch eine Carmenbluse nähen, dann auch wie du Gummi in die Ärmel rein für den Puff-Effekt.
Den Latz würde ich als geraden Stoffstreifen nehmen, den ich einmal entlang des Carmenausschnitts entlang festnähe, bevor das Gummi drin ist. Das Raffeln passiert mit dem Gummi dann automatisch...
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Belut Tirauhh »

@Nahttrenner pro und contra: Vielen Dank allen, die ihre Anregungen beigesteuert haben.

Viele Grüße

Belut Tirauhh
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von arwenabendstern »

M.E. ist die Bordüre /der farbige Stoffstreifen mit den Spitzen auf die gesäumte Rüsche genäht worden, dann die Rüsche auf den Kleiderausschnitt geheftet und gesäumt worden, Gummi eingezogen und fertig. Zumindest sieht das für mich so aus. In den Ärmel ist eindeutig auch ein Gummi. Vielleicht hilft dir das hier weiter http://frau-liebstes.de/2016/06/08/carm ... -tutorial/
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von T. T. Kreischwurst »

Danke ihr zwei, das hilft mir weiter :)!
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Re: Nähen- kurze Fragen und Antworten

Beitrag von Sue »

Ich habe ein Jerseykleid genäht und wenn das Kleid flach liegt, liegt ebenso der Saum glatt. Ziehe ich das Kleid aber an, wellt er sich :|Weiß jemand woran das liegen könnte?
W.W.F.D.?

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